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Stützende Beziehungen im Abwehren

 

Meine Umwelt und meine eigene Entwicklung wirken auf mich ein. Die Dinge laufen weiter, auch ohne oder gegen meinen Willen. Die Phase des Abwehrens gibt den Rahmen dazu, dass ich das verarbeiten kann. Ehepartner, Kinder, Eltern und Freunde lassen sich nicht an der Nase herumführen. Sie durchschauen schnell mein Verhalten. Auch wenn sie manchmal harte Kritik äußern: sie sind mir wohl gesonnen.

Wenn sie mir helfen wollen, dann

  • sagen sie mir, dass ich für meine Taten selbst verantwortlich bin;
  • sagen sie es mir, wenn ich ihnen Sorgen bereite;
  • zwingen sie mich nicht zum Handeln;
  • greifen sie mein Problemverhalten an, auch wenn es riskant ist. Solchen Helfern helfe ich, dass sie mir besser helfen können.
  • Ich kann sie fragen: Welche Abwehrhaltungen bemerkst du an mir?
  • Ich kann mich mit den Augen anderer sehen.

Möglichkeiten des Klienten, die stützenden Beziehungen zu aktivieren

Auch wenn ich Recht habe: was sind meine Bedürfnisse? Und wem möchte ich sie mitteilen? Ich lasse es zu, wenn unterstützende Beziehungen mir Informationen zukommen lassen. Ich möchte, dass mir jemand zuhört; ich möchte mich und mein Problem verstehen. Ich sorge für mich, wenn ich hungrig, ärgerlich, müde oder einsam bin. Es ist sinnvoll, wenn ich mein Privatleben einer Familie widme und Zeit mit meinen Freunden verbringe. Ich frage: welche Abwehrhaltungen erkennst du an mir? Ich bitte: Nörgle bitte nicht an mir herum. Aber hör auch nicht auf, mir Hinweise zu geben. Ich frage: Wo siehst du Chancen für mich?

Handlungsmöglichkeiten der stützenden Beziehungen

Ich drücke die Sorge aus, dass du einen fatalen Weg einschlägst, der sich lebensfeindlich auf dich selbst und auf deine Umgebung auswirken wird. Ich zwinge dich nicht zum Handeln. Ich rate dir direkt und häufig dazu, dass du dein Verhalten änderst. Ich stelle dir nachdrücklich die Verantwortung für die Folgen deines Tuns dar. Ich bleibe dran, ich bin hartnäckig, auch auf die Gefahr hin, dass die Beziehung zu dir Schaden erleidet (Teilnahmslos werden nimmt der Betroffene auf als Zustimmung zu seinem negativen Verhalten). Du verarbeitest, was du erlebt und erlitten hast, das ist OK. Auch du bist ein Gewordener, du hast eine Entwicklung, und die geht weiter. Ich stelle dir einfache Ja-Nein-Fragen in der Hoffnung, dass du an einer dieser Entscheidungsfragen dich dafür entscheidest, den highway to hell zu verlassen. Ich greife dein negatives Verhalten konsequent an, auch wenn es riskant erscheint. Ich frage dich: welcher Nachteil, welche unerwünschte Wirkung, welches Risiko blüht dir, wenn du … machst? Wie kannst du die negativen Aspekte klein halten?

 

Was können Sie jetzt machen?

  • Sie können zu Zettel und Stift greifen und anhand dieses Textes Ihre Lage und Ihre Frage bearbeiten. Eine Anleitung dazu finden Sie hier.
  • Sie können Allaxi  per E-Mail eine Frage stellen.
  • Sie können Allaxi  anrufen.
  • Sie können, wenn Sie mit dieser Methode zu guten  Ergebnissen gelangten, die Methode 104 als nächstes einsetzen.

Sie können weitere Allaxi-Tools nutzen, z.B. 

  • eine Anleitung, wie Sie Ihre Beziehungen screenen und gestalten können, finden Sie hier